So wird gerechnet
Tapete wird in Bahnen gerechnet, nicht in Quadratmetern. Der Rechner nimmt die zu tapezierende Wandlänge (Umfang minus Türen), teilt sie durch die Rollenbreite und erhält die Zahl der Bahnen. Dann ermittelt er, wie viele ganze Bahnen eine Rolle bei Ihrer Wandhöhe plus 10 cm Schnittzugabe ergibt. Ein Rapport verlängert jede Bahn auf einen ganzen Musterversatz. Fenster werden nicht abgezogen: Die Stücke darüber und darunter verbrauchen die Reste.
Bahnen = (Umfang − Türen × 0,9 m) ÷ RollenbreiteBahnen pro Rolle = Rollenlänge ÷ (Höhe + 0,1 m, auf den Rapport aufgerundet)Rollen = Bahnen × (1 + Reserve) ÷ Bahnen pro RolleBeispiel
Ein Raum von 4 × 3 m mit 2,6 m Raumhöhe und einer Tür braucht 25 Bahnen à 0,53 m. Eine 10,05-m-Rolle ergibt drei Bahnen à 2,7 m, mit 5 % Reserve brauchen Sie also 9 Rollen.
Tipps aus der Praxis
- Achten Sie darauf, dass alle Rollen dieselbe Chargennummer tragen.
- Ein großer Rapport (über 30 cm) kann pro Raum ein bis zwei Rollen mehr kosten — geben Sie ihn immer an.
- Behalten Sie eine Rolle für Ausbesserungen; ungeöffnete Rollen nehmen Händler oft zurück.
Fragen und Antworten
Wie viele Rollen braucht ein 12-m²-Raum?
Ein Raum von 4 × 3 m mit 2,6 m Höhe braucht meist etwa 9 Standardrollen (0,53 × 10,05 m) ohne großen Rapport.
Was ist ein Rapport?
Der Abstand, nach dem sich das Muster senkrecht wiederholt. Er steht auf dem Etikett, zum Beispiel 64 cm. Jede Bahn muss am selben Punkt des Musters beginnen, daher geht Länge verloren.
Sind breite Rollen sparsamer?
1,06-m-Rollen bedeuten weniger Nähte und schnellere Arbeit. Der Materialbedarf ist ähnlich, bei großem Rapport entsteht mit breiten Rollen aber mehr Verschnitt.
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